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Azubi-Blog - Frankreich-Austausch

Frankreich-Austausch

 

Mein Name ist Elena Derrer, ich bin 17 Jahre alt und mache eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau (2. Lehrjahr). Durch die Schule konnte ich mich freiwillig melden an einem dreiwöchigen deutsch-französischen Austausch teilzunehmen. So ging ich mit sieben weiteren Schülern der Berufsschule nach Frankreich. Mein Austauschschüler besuchte mich bereits im September für drei Wochen.

 Am 12. November um neun Uhr abends ging es dann von Bamberg nach Tain L’Hermitage. Wir fuhren elf Stunden mit dem Bus und waren sehr glücklich, endlich an unserem Internat anzukommen. Mein Austauschschüler, der mich dort begrüßte, heißt Valentin Mazabrard, ist 16 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Koch.

Am Montag, dem ersten Tag ist schon sehr viel passiert. Zuerst bekamen wir ein französisches Frühstück mit Croissants, Orangensaft und Kaffee. Danach haben unsere Austauschschüler uns die ganze Schule gezeigt. Wir hatten auch etwas „Unterricht“, ein Tandemkurs hat uns gleich geholfen, in die Sprache integriert zu werden. Nachdem wir fertig waren, erwartete uns im Schulrestaurant ein sehr leckeres Vier-Gänge -Menü, bei dem andere Schüler den Service machten. Am Nachmittag besuchten wir einen Radiosender, bei dem Französische und Deutsche Schüler ein Interview geben durften. Außerdem besuchten wir das Schokoladenmuseum „La Cité du Chocolat“ in Valrhona, es war sehr interessant und die Schokolade schmeckte sehr lecker. Als wir wieder im Internat zurück waren durften wir endlich unsere Zimmer beziehen: Ich war in einem Vierbettzimmer mit den anderen drei Mädchen. Um neunzehn Uhr gab es dann Abendessen in der Kantine und danach gingen wir auf unser Zimmer.

Am zweiten Tag haben die Schüler, die im Service arbeiten, das Restaurant eingedeckt. Die Köche haben das Essen vorbereitet. Danach gab es Mittagessen für uns in der Kantine. Es kamen Lehrer, Schüler und weitere Gäste in das Schulrestaurant, die wir dann bedienen durften. Es gab eine Vorspeise, einen Hauptgang und ein Dessert für unsere Gäste. Wir hatten an diesem Nachmittag nochmal einen Tandemkurs, bei dem wir über französisches Essen und Menüs gesprochen hatten. Nach dem Abendessen gingen wir wieder auf unser Zimmer.

Mittwoch war schon unsere letzter Tag im Internat. Nach dem Frühstück fuhren wir alle mit dem Bus nach Lyon, dort haben wir sehr viel gesehen und es war mal wieder ein toller Nachmittag. Später ging es wieder zurück zum Internat, dort haben uns dann unsere Gasteltern abgeholt. Meine Gasteltern, Valentin, seine fünf Monate alte Schwester Vanessa und ich fuhren circa eine Stunde und 40 Minuten zum Hotel „Le beau Rivage“ in Condrieu. Valentin und ich wohnten in einem anderen Haus, also nicht im Hotel. Unten im Haus war die Küche, und dann gab es ungefähr sieben Zimmer mit Hochbett und kleinem Bad für Praktikanten wie wir. Bis Sonntag waren wir alleine in dem Haus, danach kamen zwei Jungs, die auch ein Praktikum in dem Hotel machten. Wir bekamen noch etwas zu Essen und gingen dann früh schlafen, damit wir für unseren ersten Arbeitstag fit waren.

Nun war es Donnerstag, der erste Arbeitstag. Ich begann um 9:30 Uhr, doch nicht in Arbeitskleidung sondern in normaler Straßenkleidung. Wir saugten das Restaurant und die Bar, deckten das Restaurant ein, putzten die Toiletten für die Gäste und für die Tagungsgäste im ersten Stock und wischten überall den Boden.

Danach füllten wir das Tablett mit den Pralinen auf, von denen sich die Gäste eine nach dem Dessert aussuchen dürfen.

Wir legten das Brot für die Mittagsgäste auf die Bleche und gingen um elf Uhr in die Pause. Danach wechselten wir unsere Kleidung, also in Arbeitskleidung, und um circa zwölf Uhr kamen die ersten Gäste.

An diesem Tag arbeitete ich sowohl im Backoffice als auch im Service. Im Backoffice räumte ich die Gläser in die Spülmaschine und polierte sie anschließend. Ich polierte das Besteck, Salz und Pfefferstreuer. Im Service habe ich am Anfang erst mehr beobachtet als gemacht, damit ich verstehe wie der Ablauf ist. Ich trug aber schon Teller mit raus und räumte sie auch wieder mit ab. Als das Mittagsgeschäft so gut wie beendet war, durfte ich in meine Pause gehen, bis 19 Uhr. Dann arbeitete ich am Abend wieder bis halb elf.

Da jeder Tag vom Ablauf her ähnlich ist, werde ich jetzt nicht mehr jeden einzelnen Tag beschreiben, sondern die Besonderheiten herausfiltern. Die Arbeitszeiten waren jeden Tag etwas anders, je nachdem wie viele Gäste wir hatten. Ich hatte jeden Tag Teildienst, außer an meinem ersten Sonntag, da wir am Abend noch zu Valentins Familie gefahren sind. Ungefähr die Hälfte meiner Arbeitskollegen konnte englisch sprechen, was ich sehr praktisch fand. Doch da ich in der sechsten und siebten Klasse zwei Jahre Französischunterricht  in der Schule hatte, verstand ich auch ein bisschen französisch. Sie erklärten mir alles auf englisch und danach in französisch so dass ich zum Beispiel alleine in der Küche das Essen bestellen konnte, die Gäste fragen konnte, ob Sie mehr Brot haben möchten, nach Kaffe fragen, die Schokolade erklären konnte und vieles mehr.

Am Sonntagabend holte uns Valentins  Vater ab und wir fuhren zu seinem Haus in der Nähe bei Alboussière in der Region Ardèche.

Am Montag besuchten wir Alboussière und waren auf einem Aussichtsplatz, von wo aus wir eine wunderschöne Aussicht hatten. Danach besuchten wir seine Großeltern und seinen Onkel, die viele Kühe besitzen. Ich lernte auch seinen siebenjährigen Bruder Viktor und seine zwölfjährige Schwester Violen kennen. Die ganze Familie ist sehr nett und lustig, ich habe mich dort sehr wohl gefüllt. Leider konnte niemand aus der Familie Englisch sprechen, doch wir haben uns trotzdem sehr gut verstanden. J Am nächsten Tag waren wir auf einem Markt in Lamastre. Am Abend ging es dann wieder nach Condrieu. Die letze Woche war eigentlich am besten da ich mich dann mittlerweile schon sehr gut auskannte und auch vieles selbständig machen konnte. Am Donnerstag, den 30.11., kamen Frau Richter und Petra (unsere Sprachbegleiterin) zu Besuch ins Hotel. Wir unterhielten uns mit dem Direktor, Monsieur Human, und bekamen eine Hausführung. Am Freitag waren die drei Wochen dann leider auch schon wieder vorbei. Um 16 Uhr holte uns Valentins Vater und seine Schwester Violen ab um uns zum Internat zurückzufahren. Dort bekamen wir um 19 Uhr noch einen kleinen Snack und um 20 Uhr fuhren wir mit zwei Bussen wieder zurück nach Deutschland.

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich bei dem Austausch dabei sein durfte.

Es war eine großartige Erfahrung, die ich nicht missen will.

Ich habe tolle Leute kennengelernt und auch viel von meinen französischen Arbeitskollegen gelernt. Wenn ich die Möglichkeit hätte, wieder mitzufahren, würde ich es auf jeden Fall tun. Es war super, danke!

 

Elena Derrer

 

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Kurhotel an der Obermaintherme

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