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Auszubildenden-Blog: Praktikum auf hoher See

Praktikum auf hoher See

 

Liebe Gäste,

mein Name ist Lena Eschenbacher, ich bin 18 Jahre alt und im 3. Lehrjahr meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau im Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme in Bad Staffelstein.

Ich berichte Ihnen hier von meinem 8-wöchigen Praktikum, das ich von November bis Dezember 2019 auf dem Kreuzfahrtschiff MS Albatros absolvierte. Dabei wurde ich von einem Kamerateam der ARD für die Dreharbeiten zur 10. Staffel von „Verrückt nach Meer“ begleitet (Sendetermin: ab 05.05.2020 immer dienstags um 16:00 Uhr auf ARD).

Doch bevor ich die weite Welt rund um Afrika entdecken durfte, musste ich erst einmal 7 Tage lang ein Basic-Safety-Training in Rostock ablegen. Dort lernte ich, zusammen mit 20 weiteren zukünftigen Seefahrern/innen, wie man Brände löscht, Erste Hilfe leistet, Rettungsinseln aufbaut, wie Kreuzfahrtschiffe aufgebaut sind und welche Gegenstände man auf einem Schiff unbedingt nicht anfassen sollte. Zudem wurde uns noch einiges über die Piraterie in der heutigen Zeit beigebracht. Am Ende erhielt ich eine Seediensttauglichkeitsurkunde von einem speziellen Schiffsarzt.

Dann kam endlich der Tag, an dem es hieß, Koffer packen und ab ins Flugzeug. Meine Anreise aufs Schiff hat vom Verlassen der Haustüre bis zur Ankunft im Hafen 28 Stunden gedauert. Ich bin mit 3 verschieden Flugzeugen von Nürnberg bis Mahé auf den Seychellen unterwegs gewesen.


Kaum angekommen war nur kurz Zeit das 12-köpfige Fernsehteam vom ARD kennenzulernen, denn schon hieß es „Kamera läuft!“. Ich wurde zu Beginn meines Praktikums an der Rezeption eingeteilt und durfte die Neuankömmlinge direkt zu Beginn der Reise einchecken. Danach wurden, wie fast mehrmals an jedem Tag, Reisepässe gezählt und auf Vollständigkeit kontrolliert. An Bord eines Kreuzfahrtschiffes sehen die Tätigkeiten an der Rezeption etwas anders aus als zuhause im Kurhotel: an der Schiffsrezeption fallen die Aufgaben rund um die Reservierungen der Gäste weg. Dafür mussten wir uns allerdings intensiv mit den einzelnen Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder, den Einreisekarten und Visa befassen. Zudem mussten wir natürlich auch für die exotischsten Fragen der Gäste mit einer Antwort bereitstehen.


Wie zum Beispiel,
ob wir die Reisebusse für die gebuchten Ausflüge immer mit an Board transportieren oder auch ob die Besatzung denn auch auf dem Schiff schläft.


Nach ein paar Wochen wechselte ich dann meinen Arbeitsplatz ins Housekeeping. Zuerst war ich gemeinsam mit einer Kollegin zuständig für die Luxussuiten.


Zweimal täglich wurden die Kabinen gereinigt, Balkone abgewischt, Fenster geputzt und Betthupferl verteilt. Das ist gar nicht so einfach, wenn das Schiff die ganze Zeit schwankt.


Im Anschluss kam ich, pünktlich zum großen Ab- und Anreisetag in die Bord-wäscherei. Dort durfte ich in Teamarbeit mit 8 weiteren Kollegen die Bettwäsche, Handtücher und Bademäntel der abgereisten Gäste in Rekordzeit waschen, trocknen und mangeln, sodass die angereisten Urlauber wieder saubere Wäsche haben.


Nach gut drei Wochen Wäscherei war für mich die Zeit gekommen an die Bar zu wechseln.


Dort lag nicht nur der Fokus auf der eigentlichen Bar, sondern wir waren gleichzeitig auch in den Restaurants als Getränkekellner eingeteilt. Wir haben jeden Abend, bevor die Restaurants geöffnet wurden, eine Teameinweisung erhalten, in der die Speisenfolge erklärt wurde und welcher Wein am besten zu welcher Komponente des Abendmenüs passt. Das war ich bereits von meiner Zeit im Restaurant im Kurhotel gewohnt.


Neben der ganzen Arbeit hatte ich selbstverständlich auch Freizeit. Wir waren 300 Mitarbeiter und lebten alle auf Deck 2 in Einzel- bis Doppelkabinen mit Gemeinschaftsbädern. Für das Crewleben hatten wir unsere eigenen Gemeinschaftsräume: ein Fitnessstudio, verschiedene Essenssäle (je nachdem ob man einen Offiziersstatus hat) und eine Crew-Bar, in der es neben verschiedenen Dosengetränken auch Süßigkeiten und Pflegeartikel gab. Alle waren sehr freundlich und für die Abwechslung fanden verschiedene Abende für Bingo, Karaoke oder Quizspiele statt.


Auch auf Landgang war ich einige Male. Ein besonderes Abenteuer war für mich der Ausflug auf eine Teeplantage/-fabrik auf Mauritius. Dort durften wir zuerst helfen, die Teeblätter zu pflücken und haben im Anschluss von einem Mitarbeiter eine Privatführung durch die Fabrik bekommen. Wir durften den Weg des Tees von der Trocknung bis zur Abfüllung mitverfolgen. So etwas lernt man regulär in der Ausbildung nur in der Theorie kennen.


Es war eine schöne Zeit auf dem Kreuzfahrtschiff mit vielen neuen spannenden Eindrücken und Herausforderungen. Ich konnte sehr viel neue Erfahrungen sammeln, die ich nun, zurück im Alltag, sehr gut mit einbinden kann.


Großartig, dass mir diese Reise möglich gemacht wurde, denn auch die Berufsschule in Bamberg und natürlich mein Lehrbetrieb mussten dafür „ins Boot geholt werden“ und bereit dazu sein, mich für diese Zeit freizustellen.

Best Western Plus
Kurhotel an der Obermaintherme

Am Kurpark 7
96231 Bad Staffelstein

E: info@kurhotel-staffelstein.de
T: 09573 / 333-0
F: 09573 / 333-299

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